Klimaschutz und Kosteneinsparungen
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Arne Jacobs Erneuerbare Energien, Sonne und Biomasse stärker nutzen! Von den massiven Preiserhöhungen sind die Gemeinden und der Landkreis als Eigentümer von Kindergärten, Schulen, Feuerwehrhäusern und anderen Gebäuden bezüglich Heiz- und Stromkosten stark betroffen. Die exakten finanziellen Auswirkungen für die Zukunft der kommunalen Haushalte müssen unbedingt jetzt analysiert und geprüft werden. Sobald die Vergleichszahlen 2004 – 2006 vorliegen, sollten in gesonderten, öffentlichen Sitzungen Dialoge über Konsequenzen und eine energiepolitische Neuausrichtung erfolgen. Es gibt viele Möglichkeiten für eine moderne, zukunftsgerechte Energiepolitik. Als Beispiel könnte das Kirchlintelner Schulzentrum künftig mit Nahwärme aus dem Holzheizwerk im Sonderkamp umweltfreundlich versorgt werden. Außerdem sollte geprüft werden, welche Dächer von kommunalen Gebäuden sich bezüglich Dachneigung und Süd-Ausrichtung gut für die Installation von Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen zur Stromerzeugung oder Warmwasserbereitung mit Heizungsunterstützung eignen. Ein Beispiel aus Ostholstein zeigt, dass sogar ein wirtschaftlicher Betrieb mit Überschüssen für die Gemeindekasse realisiert werden kann. Es handelt sich um ein Modell, wo Gemeinden geleaste Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Dächern ohne Eigenkapital und Neuverschuldung installieren lassen. Durch die Einspeisevergütungen für den Solarstrom werden die Leasingraten sogar um gut zehn Prozent überstiegen, zeigen erste Erfahrungen. Insbesondere sollte auf heimisches Holz als Energieträger gesetzt werden. Klimaschutz, Energiekosten-Einsparung und wirtschaftliche Anreize für die heimische Forstwirtschaft könnten in den waldreichen Gemeinden des Landkreises hervorragend kombiniert werden. Die Energiepreisentwicklung in den letzten zwei Jahren spricht ebenfalls für den heimischen Energieträger Holz. 2003 lag der Energiepreis für Heizöl, Erdgas und Holz bei etwa 3,5 Cent pro Kilowattstunde Energieleistung. Während der Preis für Holzpellets konstant deutlich unter 4 Cent blieb, erhöhten sich der Erdgaspreis bis Juli auf 5 Cent und der Preis für Heizöl auf sogar 5,5 Cent pro kWh. Heizkessel für Holzpellets und Solar-Wärmeanlagen werden inzwischen als Königsweg und Öl-Alternative angesehen. Über 30.000 private Haushalte heizen bereits mit Holzpellets und in Bayern gibt es bereits viele Biomasse-Höfe, bei denen die umweltfreundlichen Energieträger erworben werden können. Laut Angaben auf www.biotanke.de gibt es in Niedersachsen erst 21 Pflanzenöltankstellen. Während es in den Nachbar-Landkreisen Rotenburg und Soltau-Fallingbostel bereits je zwei Bio-Tankstellen für Rapsöl-Kraftstoff gibt, ist der Landkreis Verden laut www.biotanke. demnach noch ein weißer Fleck auf der Karte der Zapfsäulen mit Bio-Sprit. Entsprechende Tankstelle an lukrativen Standorten im Landkreis (z.B. in Autobahn-Nähe) wäre wünschenswert. Insbesondere die Bürger und Pendler im ländlichen Raum, mit weiten Anfahrtswegen zum Arbeitsplatz, sind besonders von den galoppierenden Kraftstoffpreisen betroffen. Für diese Mitbürger wäre eine Umrüstung wirtschaftlich empfehlenswert, da Rapsöl-Kraftstoffe im Mittel 70 Cent je Liter kosten und im Vergleich zu Diesel mit 1,14 Euro und Super mit 1,30 Euro erhebliche Beträge eingespart werden könnten. Die positven Umwelt-Effekte gäbe es gratis dazu! Mit Fachvorträgen und kleinen Fachmessen mit heimischen Betrieben soll die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien im Landkreis Verden gefördert werden. Arne Jacobs |
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Anmerkung: Persönliche Standpunkte stellen die Meinung des Verfassers dar und sind nicht unbedingt identisch mit der Auffassung der Jungen Union Kreisverband Verden . |
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