Mehr Verantwortung für die Dörfer!

Arne Jacobs

Viele Entscheidungen in Kommunen können direkt vor Ort schneller, kostengünstiger und unter Einbeziehung der Dorfbewohner umgesetzt werden.
Wir von der Jungen Union fordern daher, mehr Kompetenzen aus den Rathäusern direkt in die Ortschaften zu verlagern und damit einhergehend eine Erweiterung der Befugnisse der Ortsvorsteher durchzusetzen.

Man spricht dadurch den Bürgern und deren Vertretern in Person von Ortsvorstehern mehr Entscheidungsfreiheit zu, selbständig kleine Projekte zu planen und umzusetzen.

Eine derartige Verlagerung der Entscheidungsgewalten hat vielerlei positive Aspekte:

  • kleinere Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten können vielmals kostengünstiger und schneller, zum Beispiel durch ehrenamtliche Helfer, umgesetzt werden.
  • Die Bürger der Ortschaft werden im Rahmen von Bürgerversammlungen gefragt und ein „Wir-Gefühl“ stellt sich ein. Verantwortungen für Gebäude, Gegenstände, Plätze oder Anlagen werden bereitwillig übernommen und nutzen der Gemeinschaft.
  • Dinge, die in Eigenleistung geschaffen worden sind, werden als höherwertig angesehen und somit wird damit verantwortungsbewusster und schonender umgegangen. Dieses ist ein häufig erlebtes Phänomen bei der Errichtung von Jugendräumen.
  • Selbständige Umsetzung kleinerer Projekte führt zu einer Entbürokratisierung in den Rathäusern.

Eine Umsetzung unserer Forderung kann lediglich erfolgen, wenn bestimmte Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Hierzu zählt die Einführung von Ortschaftsmittel die sich aus zwei Komponenten zusammensetzen: Zum einen aus einem Sockelbetrag pro Ortschaft, zum anderen aus einem Anteil, der sich nach der Einwohnerzahl staffelt.
Um einen Austausch zwischen den Ortschaftsvertretern, dem Rat und der Verwaltung zu gewährleisten, ist eine „Ortsvorsteher-Runde“ in festen zeitlichen Abständen unter Vorsitz des Bürgermeisters sehr nützlich. Auf diese Weise könnten ein Kreativitätsaustausch und ein positiver Wettstreit um Ideen in den Dörfern stattfinden.
Wir sehen eine Kompetenzstärkung als Maßnahme zur Förderung der Eigeninitiative und Selbständigkeit der Einwohner unserer Ortschaften. Dieses dient wiederum der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt.

Arne Jacobs
Kreisvorsitzender

 

Anmerkung: Persönliche Standpunkte stellen die Meinung des Verfassers dar und sind nicht unbedingt identisch mit der Auffassung der Jungen Union Kreisverband Verden .

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