Bildungsstreik – die Zweite
Auch in diesem Jahr wird wieder zum Bildungsstreik an Schulen im Kreis Verden aufgerufen. Die Initiatoren sind wieder die gleichen, ebenfalls die Themen und die Polemik, mit der die Hauptthemen transportiert werden sollen.
Mitglieder der Gruppe, die – wie letztes Jahr – die Organisation übernommen hat, bezeichnen sich zum Teil selbst als „Kommunisten“ und sind teilweise Mitglied bei der SED-Jugendorganisation „Linksjugend ‘solid“. Sie versuchen die Schüler, wie letztes Jahr, für ihre politischen Ziele, wie zum Beispiel die Gleichmachung der Schüler in Form der Einheitsschule (Gesamtschule), zu instrumentalisieren und zu missbrauchen, um ihre schulpolitischen Ziele durchzusetzen. Die meisten Schüler, die sich an diesen Streiks beteiligen, werden wohl kaum wissen, worum es genau geht und freuen sich – kurz vor den Zeugnisferien – auf einen schulfreien Tag.
Die „Linksjugend ‘solid“ ist, wie erwähnt, die Jugendorganisation der SED und wird von einigen Verfassungsschutzämtern überwacht und teilweise als linksextrem eingestuft.
Die Jungen Sozialdemokraten im Kreis Verden (Jusos) werden sich an den Streiks beteiligen und arbeiten damit diesen äußerst fragwürdigen Gruppen in die Hände.
Das die Organisation nicht an eine Verbesserung der Schulsituation, sondern eine Veränderung hin zur Einheitsschule interessiert ist, beweist auch die Tatsache, dass sie nicht die Gesprächsbereitschaft unserer Kultusministerin Frau Elisabeth Heister-Neumann nutzen, um ihre, zum Teil richtigen und wichtigen Forderungen, in die Politik zu tragen.
Sie könnten jederzeit Kontakt mit dem Kultusministerium aufnehmen. Sie wissen aber, dass die CDU im Land, und auch wir als Schüler Union und Junge Union, vor Ort im Kreis, die von linker Ideologie geprägte Gleichmachung strikt ablehnen. Wir sind der Meinung, dass jeder Schüler entsprechend seiner Fähigkeiten und Bedürfnisse gefördert und gefordert werden muss. Dies ist in einer Schule für alle nicht möglich. Studien haben schon vor Jahren bewiesen, dass die 68er Träumerei von einer Schule für alle nicht funktioniert.
Da nützt es auch nicht, wenn sie anhand vom guten Abschneiden Finnlands bei der PISA-Studie versuchen zu beweisen, dass die Einheitsschule, die bessere Alternative ist. In Finnland mag das vielleicht der Fall sein, dort sind aber auch die Strukturen völlig andere und mit Deutschland überhaupt nicht vergleichbar. Als Gegenbeispiel könnte man Mexico nennen, die ebenfalls auf die „Schule für alle“ setzen, bei PISA aber am schlechtesten abgeschnitten haben.
Wir fordern, dass unser dreigliedriges Schulsystem beibehalten und verbessert wird. Die Haupt – und Realschulen müssen gestärkt werden, in dem man die Durchlässigkeit der Schulformen erhöht. Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass die Hauptschule nicht in unserer Gesellschaft als „Restschule“ weiterhin systematisch kaputt geredet wird.
Die Junge Union und Schüler Union im Kreis Verden plädieren für einen offenen Dialog aller Schüler und Jugendorganisationen untereinander, um die bestehenden Probleme, die es ohne Zweifel gibt, gemeinsam zu besprechen und angehen zu können.
Es müssen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden und diese dann in Politik und Gesellschaft transportiert werden. Statt zu streiken, hätte man lieber groß angelegte Arbeitskreise in den Schulen bilden sollen, um so Lösungen zu erarbeiten. Wir sind uns sicher, dass dies von den Schulleitungen unterstützt wurden wäre. Wir sind der Meinung, dass wir dadurch mehr erreichen würden, als nur auf Protest zu setzen.








1. Niklas
Kommentar vom 22. Februar 2010 um 19:53
Ich möchte gerne zwei Dinge anmeken.
1. Die solid ist nicht die Jugendorganisation der SED sondern die der Partei die Linke. Die Linke ist ,wie sie wissen sollten, ein zusammenschluss aus Gewerkschaften,der WASG und der PDS(das ist die SED Nachfolge Partei).
2.Soweit ich weis will man durch die Einheitsschule keineswegs die Individualität eines Menschen "zerstören", sondern vielmehr allen die gleiche Chancen geben.
2. Sebastian
Kommentar vom 25. Februar 2010 um 21:12
Vielen Dank für Deine Anmerkung. Die PDS hat vor Gericht sich die Rechtsnachfolge der SED erstritten, demnach ist sie die alte SED, nur
mit neuem Namen. Wenn nun die WASG mit der Linkspartei gemeinsame Sache macht, muss sie damit rechnen, nicht nur rechtlich, sondern auch ideologisch, dieser zugeordnet zu werden.
Demnach ist solid also formal die Jugendorganisation der Partei "Die Linke", faktisch jedoch, da "Die Linke" die SED ist, die Jugendorganisation der SED. Diesen umstand beim Namen zu nennen ist ein
Gebot dem jeder Demokrat nachkommen sollte um dieser Verschleierungstaktik der SED entgegenzutreten.
Außerdem, nur weil man mit mal in einem Parlament sitzt, ist man noch
lange kein Demokrat.
Durch die Einheitsschule werden alle Schüler über einen Kamm geschoren. Jeder Schüler ist unterschiedlich, hat unterschiedliche Interessen, muss unterschiedlich gefördert und gefordert werden. Dies ist nur durch ein
gegliedertes Schulwesen gewährleistet. Durch eine Einheitsschule wird, unter Garantie, dass Niveau der Schüler gravierend sinken. Du kennst sicherlich den Spruch "eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes
Glied".
Abschließend möchte ich ein Zitat zum Nachdenken mit auf den Weg geben: "In der Demokratie sitzen Kommunisten in Parlamenten, aber im Kommunismus sitzen Demokraten im Gefängnis" – David McAllister
Sebastian Fischer
Kreispressesprecher Junge Union Verden
Mitglied des Landesvorstandes Schüler Union Niedersachsen
3. Alwin
Kommentar vom 10. März 2010 um 20:11
Nun muss ich aber auch mal meinen Senf dazu geben.
Rechtlich gesehen, aufgrund des genannten Zusammenschlusses der Gewerkschaften, der WASG und der PDS (und der daraus resultierenden Partei "Die Linke") ist eine völlig neue Partei entstanden. Das heißt das die Partei "Die Linke" als solche, mit all ihren zusammengeschlossenen Verbünden und Parteien, ein viel zu großes Interessensprektum darstellt, als das man sie noch als die "SED" Nachfolgepartei bezeichnen kann.
Und um es nochmals zu erwähnen, rein rechtlich und formell hat die Partei PDS keinen Bestand mehr, dementsprechend ist es reine Propaganda, die Partei "Die Linke" als "SED" Nachfolge zu bezeichnen!
Und zum Thema Gesamtschule: Ich selbst habe eine besucht. Auf einer Gesamtschule werden die Schüler eben NICHT alle über einen Kamm geschoren, sondern werden individuell nach Leistungen beurteilt, in entsprechende, leistungsabhängige Kurse verwiesen und dort nach ihren Stärken und Schwächen gehend, gefördert! Desweiteren stehen auf Gesamtschulen Sozialpädagogische Mitarbeiter zur Verfügung, welche die Schüler noch weiter in die individual Förderung einbeziehen und so jeden Schüler wirklich nach seinem Bedarf in die Bildung integrieren.
Jeder mag seine Meinung zum Thema Gesamtschule haben, aber der Name sagt nicht immer etwas über den Inhalt aus (siehe Einzelhandel)!